Meuterei auf der Bounty


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LP-Bestellnummer der Erstausgabe: E 2084


Die Bounty sticht in See • Sturm • Kapitän Bligh, der Bluthund • Haiti in Sicht • Drei Mann verschwinden in der Nacht • Die Verfolgung • Im Kampf mit Eingeborenen • Eine tödliche Beleidigung • Die Verschwörung • Meuterei • Der Kapitän wird ausgesetzt • Die Pandora auf Menschenjagd • Feuer frei • In Ketten • Schiffbruch • Der Galgen für die Meuterer • Nur einer entkam!
Erzähler                  Lutz Mackensy
Käpt'n Blight           Richard Lauffen
Fletcher Christian        Volker Brandt
Robert              "Alexander Glauber" = Stefan Schwade
Thomas Burkett          Gernot Endemann
Mr. Fryer              Helmo Kindermann
Charles Churchill           Rolf Mamero
Mr. Morrisson             Heinz Trixner
Häuptling Taynah           Hans Paetsch (nicht genannt)
Kapitän Edwards           Volker Bogdan (nicht genannt)
Corporal            Michael von Rospatt (nicht genannt)
Admiral Hood             Werner Cartano (nicht genannt)

Hörspielbearbeitung: Eberhard Alexander-Burgh
Regie: Heikedine Körting

Nach einem alten Schiffstagebuch

Bemerkungen

Jahr: 1977 • Spielzeit: 17'30" / 17'30" • Cover: Hans Möller

Weitere Bestellnummern: MC: 4317 / LP: 115 594.6 / MC: 515 594.0

Ein Kuriosum: Bei 20.000 Meilen unter dem Meer erscheint in der Besetzungsliste "Admiral Lord Hood", der als Figur im Hörspiel gar nicht auftritt - als Sprecher ist Werner Cartano angegeben. Bei "Meuterei auf der Bounty" hingegen taucht in der Besetzungsliste kein "Admiral Lord Hood" auf - jedoch verurteilt dieser am Ende des Hörspiels mit der Stimme von Werner Cartano die drei Meuterer zum Tod.

In den einzelnen Szenen werden weitere Schiffsleute ebenfalls von den Schauspielern der Protagonisten gesprochen.

Das Hörspiel ist in der Reihe "Die Originale" sowohl auf MC als auch auf CD im Jahr 2005 wiederveröffentlicht worden. Dazu findet sich auch ein Special.


Häufigkeit:
   
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Eure Kommentare:


AndyV schrieb am 10. 09. 2014:
Finistra@ Schau dir mal die Verfilmung aus den 60er Jahren an. Hier meinen zwar viele, daß sie ein wenig zu kitschig ausgefallen ist, was ich persönlich nicht sehe. Sehr opulent und farbenfrohe Verfilmung dieses Stoffs und ein großer MARLON BRANDO als Fletcher Christian und TREVOR HOWARD als böser Kapitän. Gibt s schon sehr günstig auf DVD oder auch auf Blueray.

Finistra bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 07. 05. 2014:
Musik,Atmosphäre und Sprecher sind super. Bis auf Hans Paetsch als Häuptling,er passt irgendwie nicht so wirklich.Leider wurde die Story in diesem Hörspiel zu stark gekürzt.Ich fand es trotz der Kürze auch öfters etwas langatmig und es wurde zuviel weggelassen. Kenne zwar nur die s/w Verfilmung von 1935, aber die geht zumindest 2 Stunden. Als Hörspiel empfehle ich die bessere 2teilige Kurt Vethake Version.

AndyV schrieb am 09. 04. 2014:
Ein so umfangreicher Handlungsbogen, eine spannende Abenteuergeschcihte und das alles in 35 Minuten gepackt: Nein, das konnte nicht wirklich gut gehen und tat es leider auch nicht. Die Sprecher sind das Beste was 1977 zu kriegen war und die machten ihre Arbeit auch wirklich sehr gut. Auch das Cover schaut wirklich toll aus. ABER wie gesagt viel zu kurz, alles passierte im Eiltempo, keine Tiefe der Charaktäre, kann ja auch nicht entstehen bei der Kürze. 3 Mohren sind hier mehr als ausreichend.

Didi bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 07. 04. 2010:
Kann mich den Vorrednern nur in allen Punkten anschließen. Das Stück ist viiiiel zu kurz und alles wird im Ruckzuckverfahren abgehandelt. Die Zerissenheit Christians, sowie der Charakter Blighs hat überhaupt keine richtige Tiefe. Dann fehlt Miamiti und am Ende hat man das Gefühl, als hätten die Meuterer ihr Ende verdient. Es wird auch nicht erwähnt, daß Bligh von der Admiralität eine Rüge erhielt.
Absolut positiv hervor zu heben ist die Atmopsphäre und die Leistung und Besetzung der Sprecher. Aber sonst gefällt mir die Version von Vethake und auch die von Peg bei weitem besser.

tom fawley bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 10. 08. 2007:
"Meuterei auf der Bounty" bildet ein Kuriosum innerhalb meiner Hörspiel-Karriere. Ich hatte in meiner Jugend zwei verschiedene Versionen, um welche Label es sich dabei handelte weiß ich heute wirklich nicht mehr. Die "Europa"-Version kannte ich bis Mai 2005 nicht, und daß obwohl Hörspiele von "Europa" ca. 80 % meiner gesamten Sammlung ausmachten !
Da dieses Produktion 1977 entstanden war, war ich auf sie am meisten gespannt. Wir erinnern uns an "Nessie - Das Ungeheuer von Loch Ness" und "20.000 Meilen unter dem Meer", zwei der besten Hörspiele, die ich je gehört habe : beide entstanden (neben einigen anderen Meisterwerken) im Jahre 1977 !
Die Liste der Sprecher ist ähnlich vielversprechend : Richard Lauffen, Volker Brandt, Rolf Mamero, Helmo Kindermann, Heinz Trixner und Stefan Schwade (hier als Alexander Glauber aufgeführt). Da saß ich mit offenem Mund und konnte es nicht erwarten dieses Hörspiel zu hören !
Leider wurde ich enttäuscht : trotz allen positiven Ausgangspunkten, gefällt es mir leider nicht wirklich.
Schade, aber trotz den wirklich hervorragenden Sprechern überzeugt mich diese Produktion nicht richtig !

Prof.Common bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 22. 01. 2007:
Kaum etwas hinzuzufügen. Zwar machen alle Sprecher ihre Sache ok, aber das Ganze ist einfach zu sehr zusammengestolzt. Wichtige Handlungsstränge werden vom Erzähler einfach in einem Satz abgespeist. Schade

eddi schrieb am 12. 05. 2006:
Gegen die Fass Version einfach nur schwach

nemo bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 02. 05. 2006:
Merkwürdig, daß hier so viele negative Kommentare zu diesem Hörspiel existieren! Es ist vielleicht keine vollkommene Glanzstunde in der Europa-Reihe, aber gut ist es immerhin! Und ein noch größeres Glück ist, daß die CD-Neuauflage 1:1 der alten LP entspricht, ohne Veränderungen!

Gunnar bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 07. 05. 2005:
Also ich habe nun die CD-Neuauflage gehört. Allgemein muß ich sagen schwach. Ich kannte als Kind ein zweiteiliges Hörspiel. Wenn ich eure Kommentare lese, war es wahrscheinlich die Vethake-Version. Diese hier ist wesentlich schwächer. Man hätte ihr genügend Stoff gehabt, daraus 2 Teile zu machen. Es wurde einfach zuviel gestrichen. Ich bin sehr enttäuscht. Vor allem vom Schluß, in dem alles nur noch erzählt wird. Das Fletcher Christian eine ganze Zeitlang abgewartet hat bis er die Meuterei angezettelt hat kommt überhaupt nicht zu rede. Auch dessen Beziehung mit Maimiti. Ebenso heißt der Häuptling doch Hiti-Hiti wenn ich es richtig im Kopf habe. Also allgemein muß ich sagen, verunglückt.

Holger T. schrieb am 07. 04. 2005:
@ Uwe:
Du hast natürlich Recht! Zu einem Hörspiel welches man als Kind zigmal angehört hat und davon begeistert war hat man sicher einen ganz anderen Bezug als zu einem Hörspiel das man erst als Erwachsener kennengelernt hat. Obwohl ich von mancher Schallplatte die ich als Erwachsener zum erstenmal angehört habe auch nahezu restlos begeistert bin. So z.B. Ivanhoe, Siegfried, Django, ( alle von Europa ) oder Durch die Wüste und Halbblut ( beide von PEG ). Doch warum hatte ich diese LP's als Kind nicht? Die meisten Schallplatten die ich als Kind hatte gehörten meiner ältern Schwester. Diese hatte von Karl May u. ähnlichem irgendwann genug und ist auf Hanni und Nanni umgestiegen. Und damit konnte ich als Junge nun überhaupt nichts anfangen.
Ich glaube ich muß mit meiner Schwester mal ein ernsthaftes Wort reden.
Andererseits: Hätte man als Kind schon alle Hörspiele gehabt, könnte man sie heute, als Erwachsener, nicht mehr sammeln.
Mir jedenfalls macht das sammeln unheimlich viel Freude. So z. B. an Weihnachten letztes Jahr als ich die beiden Perry Rhodan LP's Aufrur in Terrania und Invasion der Puppen aus dem Geschenkpapier ausgepackt habe. Beide waren wie neu, ich hatte sie bei ebay ersteigert. Meine Frau hat das Päckchen in empfang genommen und mir schön verpackt unter den Weihnachtsbaum gelegt. Nach vielen Jahren konnte ich nun endlich die absolut geilen Cover in Originalgröße bewundern. Ich habe mich tatsächlich darüber gefreut wie ein kleines Kind.
Wir haben alle die wir hier Kommentare schreiben eins gemeinsam:
Wir begeistern uns für 30 oder 35 Jahre alte Hörspiele die damals für Kinder und jugendliche aufgenommen wurden.
Doch wir sammeln und hören diese alten Teile nicht nur, wir setzten uns auch an den PC und schreiben Kommemtare darüber, lesen die Kommentare anderer und setzten uns damit auseinander.
Ein zehnjäriger würde dies wohl kaum tun.

Ob mir nun die Meuterei auf der Bounty oder irgend ein anderes Hörspiel welches ich heute weniger gut bzw total bescheuert finde, besser gefallen hätte hätte ich es schon als Kind gehört weis ich nicht. Denn WÄRE, HÄTTE, KÖNNTE ist halt nicht.
Wichtig ist für mich nur das man beim anhören dieser wunderschönen Hörspielschallplatten od. Kassetten für kurze Zeit, auch als erwachsener Mann wieder Kind sein darf.

Lafleur1979 bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 31. 03. 2005:
DICH GRüßEN, TAJO PAETSCHO!
Wer hätte gedacht, dass sich Hans Paetsch so gut als Komiker macht...
Jedenfalls eine bessere untpyische Paetsch-Rolle als der arme Farmer Miller in "Django"

Uwe schrieb am 14. 03. 2005:
@ Holger T.:
Von einem Hörspiel, dass mittlerweise fast 30 Jahre alt ist und damals für Jugendliche und Kinder gemacht wurde, zu erwarten, dass es einen "vom Hocker haut", wenn man es heute als Erwachsener (ich unterstelle mal, du bist ein solcher) zum ersten Mal hört, ist ein wenig zu viel verlangt.
Ich denke, alle (ich betone: alle!) EUROPA-Kinder- oder Jugend-Hörspiele hätte man als Kind bzw. als Jugendlicher kennen lernen müssen, damit sie einem so richtig toll gefallen.
Zumindest mir geht das so. Wenn ich heute ein altes mir noch unbekanntes EUROPA-Hörspiel finde, dann springt bei mir kein Funke mehr über, sondern es bleibt immer eine Distanz. Man ist eben inzwischen erwachsen... (leider).

Holger T. bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 12. 03. 2005:
Ich habe "Die Meuterei auf der Bounty" gestern das erste mal angehört. Also vom Hocker gehauen hat mich das Ganze nicht. 35 Minuten Laufzeit sind auch viel zu kurz um die doch recht umfangreiche Handlung Hörspielgerecht umzusetzen. Mir wird auch viel zu schnell gemeutert, denn wie sich der Haß der Mannschaft und Fletscher Christian gegen Capt'n Bligh langsam aufstaut und sich dann in der Meuterei entlädt wird leider nicht ausführlich genug dargestellt. Auch wird gerade das Schicksal von Fletcher und seiner Getreuen nur am Rande erwähnt. Ich denke das eine 10 Minuten längere Laufzeit dem Hörspiel gut getan hätten. Die Sprecher sind im großen und ganzen okey, nur Hans Paetsch ist diemal leider mehr ein Witz.

andy schrieb am 12. 02. 2005:
Ihr seid doch allerliebst!

Allein die Vethake-Version mit dieser zu vergleichen, ist schon ein Unding!

Die Länge bei Vethake beträgt 2 x 45 min.
(in Worten EINEINHALB STUNDEN!)

Wie kann man dann in 35 Minuten soviel Handlung reinpacken wie in 90? ;)
Möglicherweise dann, wenn man die Sprecher doppelt so schnell plappern läßt, was allerdings die Qualität schmälern würde.

Lafleur1979 schrieb am 20. 06. 2004: Einmalig bewerte ich eine Maritim-Produktion höher als die von Europa: Die Produktion von K.Vethake ist deutlich ausführlicher und beleuchtet die zahlreichen Szenen dieser dramtischen Geschichtec deutlicher. Was bei der Europa-Produktion vorteilhaft ist, ist wieder die hohe künstlerische Zusammenstellung, die Vermeidung von Doppelrollen. Die Hauptrollen sind bei beiden gut besetzt: R.Lauffen bzw. R.Marnitz als der teuflische Kapitän Bligh, der im Leben viel zu gut davongekommen ist; V.Brandt bzw. K.Jepsen als Fletcher Christian. Bei der Europa-Version kommen einfach zu wenig wichtige Seeleute der Bounty zu Wort, so fehlen z.B. die Kadetten komplett, sowie der Wundarzt Huggan und der Botaniker Nelson. Die beiden letzteren hätten ja von Hans Hessling und Hans Daniel gesprochen werden können.
Eine Komikerrole für Hans Paetsch; aussergewöhnlich, aber lustig.
Die wichtige Liebesgeschichte zwischen Christian und der der Tahitianerin Maimas halte ich im Gesamtrahmen für bedeutend; das fehlt einfach!
Last not last least halte ich die Suche nach Pitcairn, das dortige Drama und das damit verbundene traurige Schicksal des Fletcher Christian für einen bedeutenden Teil der Bounty-Saga - hier hätte Peter Kirchberger ja den John Adams, Andreas von der Meden den Edward Young und und F.J. Steffens McCoy oder Quintal sprechen können...

Ruben schrieb am 26. 02. 2004: Die Geschichte des Buches ist im Hoerspiel sehr gut umgesetzt.Ich kann dieses Hoerspiel nur empfehlen.

Uwe schrieb am 19. 02. 2004: @Dieter:

Irgendwo auf dieser Website steht, dass EUROPA ab 1976 nur noch Hörspiele produzierte, bei denen A- und B-Seite gleich lang waren, um bei den MCs nicht mehr kürzen zu müssen. Da dieses Hörspiel hier von 1977 ist und (zumindest bei der LP) die Laufzeiten gleich lang sind (s.o.), kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass die MC ungekürzt ist!
Gruß!

eddi schrieb am 19. 02. 2004: Hi Dieter*
Kann ich dir leider auch nichts zu berichten...:o) Gruß Ed
Lauffen als Cp.Bligh ist einfach klasse!
Auch gefällt mir L.Mackensy hier als Erzähler
sehr gut!Ansich ne Runde Sache...was in dieser
kurzen Zeit (35 min) klasse gelöst ist (Stofftechnisch)Wertung 4 Mörsche wege D.-Schnitt

Dieter schrieb am 13. 02. 2004: Kann mir jemand sagen, ob die MC-Fassung identisch mit LP-Fassung ist, oder evtl. gekürzt? Danke. Dieter

Sven schrieb am 11. 02. 2004: Ich fand das Buch schon gut aber das Hörspiel war absolut spitze!!!!!

Uwe schrieb am 23. 09. 2003: An Jens-Peter Hillers und Marcus: Nein, Leute, das Ziel der "Bounty" ist (zumindest im Hörspiel)Tahiti im Pazifik, ein Stück östlich von Australien. Von dort aus soll die "Bounty" Brotfruchtbaumpflanzen nach Westindien bringen (Westindien ist ja von dort nicht mehr all zu weit weg). Weiterer Fingerzeig: Die Mannschaft der "Bounty" versucht zunächst, das Kap Hoorn (= Südspitze von Südamerika) zu umsegeln. Das hätte sie wohl kaum versucht, wenn das Ziel Haiti (Karibik) gewesen wäre - dann hätte sie von England einfach nur quer über den Atlantik segeln müssen.
Zum Hörspiel: Eine weitere tolle Kindheitserinnerung (5 Punkte), auch wenn mir "Kapitän Hornblower" noch ein wenig besser gefallen hat. Glänzend in ihren Rollen: Richard Lauffen und Volker Brandt. Die Auspeitsch-Szene ist krass und offenbart, wie hart das Seerecht damals war.

Didi schrieb am 30. 08. 2003: Kenne leider nur die Vethake-Version, aber wenn ich mir hier die Sprecherliste durchlese, kann ich jetzt schon sagen, daß die Europa-Version um Lichtjahre besser sein muß.

Marcus schrieb am 03. 08. 2002: ==> Jens-Peter: Nein, nach der zermürbenden Fahrt kommt tatsächlich Haiti in Sicht.

Jens-Peter Hillers schrieb am 13. 07. 2002: Hab ich noch nicht gehört aber heisst die Kapitelüberschrift wirklich
-- Haiti in Sicht -- ?
oder Tahiti in Sicht ?
sind ja bloss ein paar Seemeilen.

Thomas schrieb am 23. 05. 2002: ==> rUdi & Marcus: Die ausführlichen Credits zur Vethake-Version gibts im Kommentar auf den 'Hörspiel-Welten'-Seiten [-> Labels -> Fass].

Marcus schrieb am 20. 05. 2002: => rUdi: Die Version, die Du meinst, IST von Kurt Vethake. Es ist ein Zweiteiler, textlich und dramaturgisch sehr gut, wie ich finde. Allerdings nervt auch hier die alles überschattende Doppel-, Dreifach- und Vierfachbesetzung, wie bei Vethake üblich.
Erzähler dieser Produktion ist Peter Schiff, Fletcher Christian wird gesprochen von Klaus Jepsen und den Kapitän Bligh übernimmt Rolf Marnitz.

rUdi schrieb am 19. 05. 2002: Version? Ich kenne eine alte LP-Version, 2x45 Minuten, mit der typischen Musik von Kurt Vethake-Hörspielen, Mandolinen-Plingolong mit Geigenweisen. Weiß wer näheres?

Thomas schrieb am 15. 04. 2002: Zu den Quellenangaben gehört eigendlich noch der irrtümlich auf 'Kapitän Hornblower' (siehe Kommentar dort) gelandete Hinweis 'nach Aufzeichnungen des Kapitän Bligh'. Zwei unterschiedliche Quellen, dies mag auf den ersten Blick verwirren. Man muß dazu allerdings wissen, daß es keinen klassischen Bounty-Roman gibt, sondern daß die verschiedenen Nacherzählungen (z.B. von Jules Verne) sich allesamt auf drei Quellen stützen: Das Schiffslogbuch das Kapitän Bligh, die Akten aus den Prozeß (an dem Bligh übrigens nicht teilnahm, er war schon wieder in die Südsee unterwegs) und dem Buch des Bruders von Fletcher Christian (näheres dazu z.B. in einem der Terra-X-Bücher). So folgt etwa die längere 2-teilige Vethake-Version (die übrigens nicht auf maritim erschienen ist) im ersten 'Meuterei'-Teil eher dem Schiffstagebuch und im 'Prozeß'-Teil den Gerichtsakten. Insofern wären also beide Quellenangaben hier richtig

Gerd schrieb am 11. 04. 2002: War schon seit jeher einer meiner Favoriten.Sicher geht einiges durch die straffe und kompakte Konzeption unter.
Die Eskalation zwischen Despot Bligh(genialer Lauffen)und Fletcher Christian,kommt mir zu plötzlich und beinahe ohne Psychovorspiel.
Auch vermißt man die Suche der Meuterer nach einer Zuflucht(Pitcairn).
Aber die maritime Atmosphäre ist so greifbar,einfach herrlich
Sogar(verzeiht mir) Sadomasogelüste werden bei der Auspeitschung des Burkett geweckt.Trixners Ausraster auf der sinkenden Pandora"Aufmachen wir..wir wolln doch nicht krepieren)Verzweiflung pur.
Wem das nicht reicht es gibt ja auch noch "Wir hab`n Kokosnüsse,Früchte,Fische,...Broodbaumfrüchte"Paetsch als Häuptling zu bewundern.
Es gibt hier,(fast) nichts zu meckern.

Marcus schrieb am 09. 04. 2002: Nachdem ich ein paar Jahre gebraucht habe, um mich an diese Aufnahme zu gewöhnen, muß ich sagen: stellenweise schon genial. Die Auswahl der Sprecher ist jedenfalls erstklassig. Lauffen und Brandt (wenn sie sich denn überhaupt je im Studio sahen) liefern hervorragende Gegenspieler ab: engagiert, aber nicht überzogen. Auch die kleineren Rollen - Häuptling Taynah, Kapitän Edwards, Admiral Lord Hood - sind vorbildlich besetzt. Einziges Manko dieser Produktion: die Parforcejagd auf der 2. LP-Seite, die über 100 Seiten Roman auf ein paar erzählende Sätze reduziert. Nur wenige Worte über das ersehnte Paradies der Meuterer, welches innerhalb von Monaten zu einer Hölle wird, den Kleinkrieg der "Insulaner", den Neid, den Haß, die Eifersucht. Auch wenn Vethakes Produktion, der von Werner bereits erwähnte Zweiteiler, gerade gegen Ende etwas zäh gerät, so gibt er der ganzen Meuterei doch eine ganz andere, tragische Bedeutung: ihre Revolte bezahlen die Leute um Christian mit dem Verlust ihrer Familien, der Zivilisation und schließlich ihres eigenen Lebens. Dort wird auch erklärt, daß der Name des Matrosen Adams nicht sein richtiger Name ist, sondern dieser sich ihn nur gab, um sich und seine Nachkommen von der Meuterei reinzuwaschen: "Adams" - in Anlehnung an den einzigen Mann im Paradies. Burgh wäre gut beraten gewesen, das Hörspiel durch ein oder zwei kleine Szenen auf der Insel Pitcairn abzurunden. Ansonsten: Hut ab, auch vor Frau Körting.

Werner Schmidt schrieb am 03. 05. 2001: Ein gelungener Versuch, die Handlung kompakt darzustellen. Diese Fassung kann sogar den Vergleich mit der leider manchmal etwas langatmigen MARITIM-Fassung von Kurt Vethake aushalten. Wie Nico schon schreibt: wenn sich Hans Paetsch mit dem Zahn den Kopf schlägt ("Vieel traurig!!"), kann man schon ins Schmunzeln kommen (der Märchenerzähler mal anders). Schön auch die Choreinwürfe der Seeleute. Ich habe die gleiche Fassung auch unter dem Label "KRONE" kennengelernt.

Nico schrieb: Großartig gemacht! Die schauspielerische Leistung aller Mitwirkenden ist beeindruckend. Hans Paetsch in der kleinen Rolle des Häuptings ist zum Schreien komisch. Ein herrliches Hörspielvergnügen!!

Holger schrieb: Eine superbe Sprechercrew (allen voran Richard Lauffen) und ein tolles Skript lassen den Zuhörer hier in eine fantastische Erzählung abtauchen ! Einzig und allein Gernot Endemann gefällt mir mit seiner dünnen Stimme hier überhaupt nicht.Ihm kauft man den Seemann zu keiner Sekunde ab. Wohingegen Brandt,Mamero und allen voran Trixner (wie immer) in ihren Rollen brillieren. Die sparsam eingesetzten Erzählertexte lassen "an Deck" eine prima Atmosphäre aufkommen und auch der gelungene Schluß trägt seinen Teil zu diesem Meilenstein bei.

Andreas Baciulis schrieb: Wahrscheinlich hätte mich dieses Hörspiel als Kind nicht so gefesselt, wie heute. Es erscheint mir auch sachlicher, als die Spielfilmerzählungen, in denen Fletcher Christian so zentral behandelt wird. Die Inszenierung wirkt fast ein bißchen authentisch.


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